24.5. For an Economy without Money

lecture video 020616

Thoughts on Postmonetary Practices
Prague: tranzitdisplay. Video
Money might be a transitory thing. At least the history of media suggests that possibility. Since computers and networks are able to track and register all transactions, money is no longer the only medium that enables us to allocate and distribute resources.


Freeportism 2

text 070516

Freeportism as Style and Ideology: Post-Internet and Speculative Realism, Part II
To make the transmission from financial markets to artistic practices complete, an ideological framework was needed that supported the turn from discursive to material practices, from rituals of communication to objects and commodities, and from web-oriented and process-based artworks to shiny items provided in ample liquidity. The new brand of philosophical thinking called “speculative realism” offered itself as the ideology of freeportism and its associated modes of artistic production and circulation.


Freeportism as Style and Ideology

text 200316

Post-Internet and Speculative Realism, Part I
The Geneva Freeport can hold up to one million artworks. Recently its facilities had to be expanded due to increasing demand. The artworks end up in wooden transport boxes, stacked in rows on shelves in huge halls, where they sit and wait for their price to rise or fall, or to be shipped to an auction or to another freeport.


11.10. Liberating the Future from the Burden of Wealth

lecture 011015

Die Zukunft von der Last der Vermögen befreien
steiricher Herbst / Leoben
Forderungen an die Zukunft machen die großen Vermögen aus. Sie bestehen nicht aus Häufen brachliegenden Geldes, wie Duck’sche Goldspeicher, sondern aus Zahlungsverpflichtungen, die finanzialisiert, gesichert und verkauft werden. Unter dem Druck dieser uns auferlegten Zahlungen hat sich die Idee der Zukunft gewandelt. Wir erwarten nicht mehr Fortschritt, wie in den besten Zeiten der Moderne, sondern nur noch Reformen, was sich aus dem neoliberalen Polit-Slang in Unsicherheit, Kürzungen, Druck und Verpflichtungen übersetzt.
Es wird Zeit, die Zukunft von dieser Last zu befreien.


Daten und Preise

article text 011015

Was Automaten mit Märkten machen.
in Tumult. Herbst 2015, S.85-88
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Märkte gelten dann als effizient, wenn alle Teilnehmer auf demselben Wissensstand sind. Dann, so die gängige Annahme, bilden sich im Preis alle verfügbaren Informationen ab. Mittlerweile haben wir es mit algorithmischen Akteuren zu tun, die nicht nur mehr wissen, sondern die Daten auch schneller verarbeiten, als es menschliche Händler je könnten. Das hat nicht nur Konsequenzen für sämtliche Märkte, also den Finanz-, den Güter- und den Arbeitsmarkt, sondern stellt auch etliche Annahmen liberaler Ökonomen in Frage.


28.5. Verkaufte Zukunft

lecture 280515

Vortrag in Leipzig mit Ralph in der Reihe absolute gegenwart
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Kredite sind der Rohstoff der Finanzindustrie, sie projizieren Zahlungsforderungen in die Zukunft. Diese Forderungen werden routinemäßig versichert und an Dritte verkauft. Das hat zwei Effekte: Sie verwandeln sich unmittelbar in Vermögen. Und: Die Zukunft ist verkauft. Das heißt, sie ist versperrt und ihrer Möglichkeiten beraubt. Wehe, wenn diese verkaufte Zukunft nicht eintrifft.
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Beschleunigung und Akzelerationismus helfen uns in dieser Lage kaum weiter. Erstens macht es keinen Unterschied, ob wir die schon verkaufte Zukunft schnell oder langsam erreichen. Und zweitens bleibt die Idee, „wir müssen die Zukunft aufbrechen“ leeres Gefasel, solange sie nicht ökonomisch fundiert und konkret gemacht wird. Es gibt wohl Wege aus der verkauften Zukunft, aber es macht Sinn, sie nicht nur philosophisch, sondern auch ökonomisch zu bedenken.


9.5. Matching statt Money

lecture workshop 090515

Algorithmen für eine geldlose Ökonomie
Kongress der Möglichkeiten – #HATE10

Geld kann ersetzt werden. Nicht durch Ersatzgelder, wie Bitcoin, sondern durch Algorithmen, die die Verteilung von Aufgaben, Tätigkeiten und Waren zu koordinieren helfen. Denn um nichts anderes geht es der Ökonomie: sie ordnet zu wer was tut und wer was bekommt. Die nötigen Transaktionen lassen sich als ein Netzwerk-Problem beschreiben, und wahrscheinlich auch lösen. An die Stelle des Geldes, das alle Transaktionen symmetrisch macht und glatt stellt, könnten Matching-Verfahren asymmetrische Transaktionen zwischen Menschen mit Transaktionsgeschichte und mitdenkenden Dingen mit zugewiesenen Funktionen vermitteln. Der Workshop wirft einen ersten Blick auf einige Algorithmen und mögliche Verfahren.
Zu den Stichworten des Vortrags


Risiko von unten

article 311214

zusammen mit Ralph, im Freitag 52/2014 vom30.12.2014

Zur Jahres-End-Ausgabe mit dem Thema “Mut”.

Risikobereitschaft ist immer dann gefragt, wenn es gefährlich wird. „Erhöhte individuelle Risikopräferenz“ heißt das im Ökonomen- und Managersprech unserer Tage. Aber das klingt schon wieder so, als würden die Helden Schlange stehen….. (mehr)


14.11. Three Regimes of Labor: Material Financial Digital

lecture 141114

I’ll be giving a talk at the Digitallabor-Conference in New York, Friday 14.11. at 2:15pm on “Relationality, Spimes and Network Value. 3 Regimes of Labor: Material, Financial, Digital”


Zinsen unter Null: Wer spart, verliert

article 220914

auf Carta
Die Zinsen vieler Anleihen europäischer Staaten liegen derzeit im negativen Bereich. Das heißt: Wer Schäuble etwas für ein Jahr leiht, zahlt drauf. Und umgekehrt: Der deutsche Staat würde für mehr Schulden sogar noch belohnt werden. Wenn er’s nur tun würde.


01.5. – Ole Bjerg: Making Money – Berlin

lecture reading review 250414

At Archivebooks, most likely 7pm, I’m going to discuss with Ole Bjerg, CBS Copenhagen, his most recent book: Making Money: the Philosophy of Crisis Capitalism. Come, it’s going to be fun, great book!


21.3. Non-Money – Amsterdam

lecture text video 210314

At the Moneylab-Conference Ralph and I talk about Non-Money.
Video
pdf: Heidenreich – 2014 – Non-Money


19.1. New Industries Konferenz, Dortmund

lecture 100114

die Konferenz Geld und Schulden in der postindustriellen Welt findet vom 16.1. bis 19.1. am HMKV statt, Ralph und ich sprechen am 19.1. um 11:30 über Schulden, Geldmärkte und Staaten


20.10. Die Energie des Geldes

lecture 170913

Vortrag mit Ralph Heidenreich an der Konferenz Das Carbonzeitalter. Beginn des Anthropozän, Zeche Zollverein, Essen 19.-20.10.


Kortrijk: What’s the Matter with Money?

lecture 220213

Talking at Budascoop in Kortrijk

Who can become the subject of which demands? Infrastructure, networked distribution and the coming ‘we’ : Inequality and maldistribution of work and goods mark our current state. The question is who could become the ‘we’ being able to demand a different system.


After the Money

unfinished 201011

If, as David Greaber writes, credit precedes money, at least in small communities, one could envisage a future in which money retreats thanks to the extension of a global village. How could that work?


Ökonomische und politische Krise

reading 200411

David Harvey (The Enigma of Capital 217) sieht zwischen politischen Auswirkungen und ökonomischer Krise eine Lücke von 3 bis 4 Jahren.


The debt machine

reading 190411

Two narratives at play, a good one and a bad one, sees Chris Martenson. The fact that states and banks will have to replace a lot of maturing debt soon plus China’s housing prices falling means we will face a non-happy turn soon.


A Modest Proposal for the G-20

reading 130411

John Stiglitz schlägt vor, die alten Sonderziehungsrechte als Währungsbasis wieder einzuführen. Zweischneidig. Damit könnte gerade ein Fundament in die globale Ökonomie eingezogen werden, das es den Leitwährung erlaubt, Schulden weg zu inflationieren und gleichzeitig die großen Vermögen abzusichern.