Bilddaten und Weltbilder

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Digitale Reproduktion. In Jörg Probst: Reproduktion. Techniken und Ideen von der Antike bis Heute. Reimer:Berlin 2011, S. 266-279Reproduktion cover

In den Listen der meistkopierten Filme fand sich der Blockbuster „Avatar“ im Jahr 2010 oft auf dem ersten Platz,1 kaum überraschend, spiegelt es doch die Einspielergebnisse an der Kinokasse wieder. Aber mit der Menge der illegalen Kopien hat es etwas Eigentümliches auf sich. Denn die sogenannten „Piraten“ schauen sich den Film nicht unbedingt an. Vielmehr horten sie ihn auf ihrer Schatzinsel, der Festplatte. Technisch gesehen könnte sich das massenhafte Kopieren längst erübrigt haben. Würden Informationen nicht künstlich knapp gehalten, so müsste niemand darauf Wert legen, sie privat zu vorrätig zu halten. Tatsächlich lässt sich der Film auch als Stream online ohne Kosten finden.
Die gerade genannten drei verschiedenen Zugangsweisen – Liste, Download und Stream – zeichnen die jüngste Entwicklung des Internets nach. Vom Schriftmedium der Anfänge wandelt es sich allmählich zu einem Medium der Bilder und Töne. Streaming-Protokolle nehmen mehr und mehr Bandbreite in Anspruch …



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